Roggenmalz zeichnet sich nicht nur durch sein einzigartiges Aroma, sondern auch durch äußerst günstige Nährwerteigenschaften aus. Es enthält Einfachzucker und Dextrine. Außerdem enthält es Vitamine der B-Gruppe und Mineralstoffe wie Natrium, Eisen, Phosphor und Calcium.
Normalerweise macht Roggenmalz maximal 50 % der Schüttung aus (obwohl dieser Wert bei einigen Bieren sogar 60-65 % erreicht). Es hat einen erheblichen Einfluss auf die Dichte des Bieres, da die darin enthaltenen β-Glucane eine Erhöhung der Viskosität der Flüssigkeit bewirken. Daher können bereits bei Schüttungen von über 10 % Probleme bei der Filtration auftreten. Früher wurde es im Brauwesen zur Herstellung von Roggenbieren wie Rye Ale und Rye Lager verwendet. Heute findet es zunehmend Eingang in die Zusammensetzung der in den letzten Jahren beliebten Biere im IPA-Stil.
Roggenmalz wird nicht nur in der Braubranche verwendet. In der Bäckerei dient es als veredelnder Zusatz für Brot und Kuchen. Die Zugabe von Roggenmalz (in der Regel 2 bis 6 % bezogen auf die Mehlmenge) führt zu einer Vergrößerung des Teigvolumens und bewirkt, dass die Kruste glänzend und knusprig wird. Dank des Roggenmalzgehalts behalten Backwaren auch bei längerer Lagerung ihre Frische und ihr einzigartiges Aroma.
Malz sollte an einem kühlen Ort (bei einer Temperatur unter 20 Grad Celsius) und trocken (bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von höchstens 40 %) sowie fern von intensiven Gerüchen gelagert werden. Unter solchen Bedingungen kann das Malz mindestens 12 Monate gelagert werden. Das Produkt sollte nicht mit heißen Oberflächen in Kontakt kommen. Außerdem sollte das Einatmen von Malzstaub vermieden werden.