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Wie macht man Kartoffelpuffer?

Kartoffelpuffer sind ein in vielen Ländern beliebtes Gericht. Sie wurden wahrscheinlich im 17. Jahrhundert in Polen erfunden, fanden jedoch schnell Anerkennung nicht nur in unserer Region, sondern auch in Westeuropa. Eigene Varianten von Kartoffelpuffern entwickelten unter anderem die Schweizer (Rösti), die Deutschen (Reibekuchen) und die Briten (Hash Browns). Sie werden in der Regel aus geriebenen Kartoffeln, Zwiebeln, Eiern, Mehl und Gewürzen zubereitet und als eigenständiges Gericht oder als Beilage zu Fleisch- oder Gemüsegerichten serviert.

2026-08-20 Nachricht

Das Rezept für Kartoffelpuffer hat sich im Grunde seit mehreren hundert Jahren nicht verändert. Die Hauptzutat der Puffer sind zerkleinerte rohe Kartoffeln, denen häufig Produkte mit verdickenden und bindenden Eigenschaften hinzugefügt werden, also Eier und Mehl (hauptsächlich Weizenmehl, manchmal auch Kartoffelmehl), sowie Zwiebeln und Gewürze (vor allem Salz und Pfeffer). Nach dem Vermischen der Zutaten zu einer homogenen Masse wird diese in kleine Portionen geteilt, die man in das in einer Pfanne erhitzte Öl gibt. Anschließend formt man die Puffer in die gewünschte Form und brät sie auf jeder Seite 3 bis 5 Minuten. Die Kartoffelpuffer sind fertig, wenn sie außen knusprig und goldbraun und innen weich sind.

 

Rezept für Kartoffelpuffer

Zutaten:

1 kg Kartoffeln
1 große Zwiebel
2 Eier
4 Esslöffel Mehl
Salz und Pfeffer nach Geschmack
Öl zum Braten

Die Kartoffeln schälen und auf einer Reibe mit kleinen Löchern reiben. Die erhaltene Masse von überschüssigem Wasser abgießen.

Zu den abgetropften Kartoffeln die fein gehackte Zwiebel, Eier, Mehl sowie Salz und Pfeffer nach Geschmack geben. Alles gründlich vermischen.

In einer Pfanne das Öl auf 180-190 Grad Celsius erhitzen.

Kleine Portionen der Kartoffelmasse in das heiße Öl geben und zu Puffern formen.

Auf jeder Seite 3 bis 5 Minuten braten, bis sie goldbraun sind.

Die fertigen Puffer auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller legen, um überschüssiges Fett zu entfernen.

 

Damit unsere Puffer goldbraun und knusprig werden, sollten wir die richtigen Kartoffeln auswählen. Für die Zubereitung von Kartoffelpuffern eignen sich Kartoffeln mit mittlerem oder hohem Stärkegehalt am besten. Wir sollten dafür möglichst vorwiegend festkochende (universell einsetzbare) Kartoffeln verwenden, die dem Typ B zugeordnet werden (Sorten wie Colette, Ewelina, Flaming, Irga, Irys, Orlik, Sante usw.), oder mehligkochende Kartoffeln des Typs C (Sorten wie Bryza, Centa, Gracja, Grot, Gustaw, Honorata, Ibis, Tajfun usw.). Für die Zubereitung von Kartoffelpuffern empfiehlt es sich, ältere Kartoffeln zu wählen. Junge Kartoffeln enthalten mehr Wasser, was es erschweren kann, eine Kartoffelmasse mit der richtigen Konsistenz zu erhalten.

Man sollte außerdem daran denken, die zerkleinerten Kartoffeln vor der Zugabe der übrigen Zutaten zur Masse von überschüssigem Wasser abzutropfen. Dadurch erhalten wir die gewünschte Konsistenz der Masse und das Braten wird einfacher. Es ist jedoch wichtig, zusammen mit der entfernten Flüssigkeit nicht die Stärke zu verlieren, die dafür sorgt, dass die Kartoffelmasse ausreichend dick wird und die Puffer beim Braten nicht auseinanderfallen. Zum Braten von Kartoffelpuffern eignet sich eine Pfanne mit dickem Boden am besten. Eine solche Pfanne erhitzt sich gleichmäßig und hält die gewünschte Temperatur lange. Dadurch braten die Puffer schneller, werden knusprig und nehmen weniger Fett auf.

Zum Braten von Kartoffelpuffern werden Pflanzenöle mit neutralem Geschmack und hohem Rauchpunkt empfohlen, z. B. Rapsöl. Von der Verwendung von Olivenöl zu diesem Zweck wird abgeraten. Der Schlüssel zu perfekt knusprigen Puffern ist die richtige Menge und Temperatur des Öls. Es sollte weder zu wenig Öl sein (damit die Puffer nicht an der Pfanne haften), noch zu viel (damit die Kartoffelmasse nicht zu viel Fett aufnimmt). Ähnlich verhält es sich mit der Öltemperatur: Eine zu niedrige Temperatur führt dazu, dass die Puffer sehr fettig werden, eine zu hohe lässt sie dagegen anbrennen. Damit die Puffer gleichmäßig gebraten werden, sollten sie eine ähnliche Größe und Dicke haben. Wenn sie zu groß oder zu dick sind, braten sie langsamer und es ist schwieriger, die gewünschte Knusprigkeit zu erreichen.

Kartoffelpuffer sind ein ideales Feld für Experimente. Wer über das klassische Rezept hinausgehen möchte, sollte die Zugabe ungewöhnlicher Zutaten in Betracht ziehen. Das Mischen geriebener Kartoffeln mit anderem Gemüse wie Karotten, Zucchini oder Roter Bete bereichert nicht nur den Geschmack, sondern verleiht den Puffern auch Farbe und zusätzliche Nährwerte. Durch die Verwendung zusätzlicher Gewürze, z. B. Majoran, Thymian, Muskatnuss, Kreuzkümmel, Kurkuma oder etwas scharfem Paprika, erhalten Kartoffelpuffer einen neuen Charakter. Für eine frische und aromatische Note kann man der Kartoffelmasse z. B. Spinat, Grünkohl, Schnittlauch, Petersilie oder frisches Basilikum hinzufügen. Man sollte nicht vergessen, mit Saucen und Beilagen zu experimentieren und zu ungewöhnlichen Lösungen wie Pesto, Chutney oder Guacamole zu greifen. Um eine interessantere Textur zu erhalten, kann man einen Teil der Kartoffeln fein und den anderen Teil grob reiben. Man kann auch das Eiweiß separat steif schlagen und vorsichtig unter die zum Braten fertige Kartoffelmasse heben. Unsere Kartoffelpuffer werden dadurch luftig und noch knuspriger.